Prolog

10. Juli 2007 — Pheonix

Ein Zittern durchlief ihren Körper. Sie konnte einfach nicht fassen das er das gerade wirklich getan hatte! Übelkeit wallte in ihr auf und sie wandte das Gesicht ab. Edward lächelte kühl. Er hatte ihr ihren ersten Kuss geraubt, obwohl sie sich nicht kannten und obwohl sie gerade mal sieben Jahre alt waren. Nachdem die Verlobung mit im Wohnzimmer gerade eben festgelegt worden war, hatte Bella sich schnell in ihr Zimmer zurückgezogen und hatte bis eben geweint. Bis er einfach ohne zu fragen in ihr Zimmer eingedrungen war.
„Durchschnittlich, hässlich wie eine Krähe“, meinte er und sie sah ihn an. Wie bitte? Die schokobraunen Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen. Ihr Verlobter zuckte leicht mit den Schultern.
„Du wirst nie wirklich schön werden, Isabella. Das sehe ich jetzt schon, hässliche Kröte“, meinte er. Ihre Augen weiteten sich. Stille legte sich über sie beide und es schien, als wäre die Zeit stehen geblieben. Da wandte er sich ab, ein spöttisches Lächeln auf den Lippen und ging. Selbst in diesem Alter waren seine vampirischen Gene so stark, dass sein Gang die Geschmeidigkeit einer Raubkatze besaß.
Ihr Herzschlag beschleunigte sich und als die Zimmertür klackend ins Schloss fiel, er sie hier stehen gelassen hatte, war es, als würde ein Zauber von ihr abfallen. Dunkle Wut raste durch ihre Adern und Bella schrie wütend auf. Er hatte sie wirklich als hässliche Kröte bezeichnet! Er mochte ja adlig sein, er mochte reiche und einflussreiche Eltern besitzen, aber nicht einmal dann hatte er das Recht ihr so etwas zu sagen und damit auch ihre Zwillingsschwester Renesmee zu beleidigen!  Sie sprang tobend durch ihr Zimmer, riss Stoff entzwei, schmiss mit Dingen um sich und zerstörte sogar das Glas der Erkerfenster.
Sie würde dafür sorgen, dass er seine Worte von heute bereuen würde! Oh wie würde er leiden! Niemand beleidigte ihren Zwilling. Selbst wenn Bella noch so jung war und noch kein ausgewachsener Vampir war, so hatte sie dennoch einen ausgeprägten Beschützerinstinkt gegenüber ihrem Zwilling, welcher auch verlobt worden war. Mit Edwards großem Bruder Demetri um genau zu sein.
Als ihr Blick zu ihrem gläsernen Regal fiel und sie ein Bild aus den letzten Sommerferien sah, glitt ein grausiges Lächeln über ihre Lippen. Oh wie würde er seine Worte eines Tages bereuen.

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